DIN 18599

Aufgrund der EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ besteht ab 2006 europaweit die Anforderung, Wohngebäude wie auch Nichtwohngebäude ganzheitlich zu bewerten. So wird in der "DIN 18599, Energetische Bewertung von Gebäuden", anders als in bisherigen Berechungen, ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Dabei wird das gesamte Gebäude einschließlich Anlagentechnik sowie Gebäudekonstruktion betrachtet. Ein einfaches Beispiel hierfür ist, dass z.B. interne Wärmegewinne durch Beleuchtung dem Raum, bzw. der Gebäude-Zone als Wärmeleistung zugerechnet werden können.

Die nötigen Rechenalgorithmen sind sehr umfangreich. Die Norm besteht aus 10 Teilen. Sie bildet die Grundlage zur Erstellung von Energiebedarfsausweisen.

 

Die DIN 18599 setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  • Teil 1: Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Zonierung und Bewertung der Energieträger
  • Teil 2: Nutzenergiebedarf für Heizen und Kühlen von Gebäudezonen
  • Teil 3: Nutzenergiebedarf für die energetische Luftaufbereitung
  • Teil 4: Nutz- und Endenergiebedarf für Beleuchtung
  • Teil 5: Endenergiebedarf von Heizsystemen
  • Teil 6: Endenergiebedarf von Wohnungslüftungsanlagen und Luftheizungsanlagen für den Wohnungsbau
  • Teil 7: Endenergiebedarf von Raumlufttechnik- und Klimakältesystemen für den Nichtwohnungsbau
  • Teil 8: Nutz- und Endenergiebedarf von Warmwasserbereitungssystemen
  • Teil 9: End- und Primärenergiebedarf von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
  • Teil 10: Nutzungsrandbedingungen, Klimadaten

 

>>>TZWL-Ansprechpartner: Dipl.-Ing. (FH) Fabian Plecha