Thermodynamische Prüfung

Die thermodynamische Prüfung ist das Herzstück der gesamten Prüfung. Um die Effizienz des Wohnungslüftungsgerätes zu ermitteln, werden die thermodynamischen Betriebsbedingungen so simuliert, wie sie im praktischen Betrieb während einer Heizperiode auftreten. Nachstehende Tabelle (Tabelle 1) zeigt, welche Luftzustände für die Außen- und Abluft repräsentativ sind.

 

Außentemperatur

ϑAU in °C

rel. Außenfeuchte

φ in %

Ablufttemperatur

ϑAB in °C

rel. Abluftfeuchte

φ in %

-3 80 21 36
+4 80
21
46
+10 80
21 56

 

Tabelle 1 - Einzustellende Luftzustände bzgl. Außen- und Abluft

 

Die sich aus den Vorgaben ergebenden Luftzustände der Zuluft sowie der Fortluft werden für definierte Luftvolumenströme gemessen. Anhand der Messwerte können folgende Gerätekenngrößen ermittelt werden:

  • Wärmebereitstellungsgrad: Der Wärmebereitstellungsgrad gibt an, wieviel Prozent Energie einschließlich Ventilatorstromverbrauch ein Wohnungslüftungsgerät von der aus der Abluft zurückgewonnenen Energie über die Zuluft wieder bereitstellen kann. Je höher der Wärmebereitstellungsgrad ist, desto mehr reduziert das den Verbrauch zusätzlicher Energie zur Wärmeversorgung von Wohngebäuden.

  • Elektrisches Wirkverhältnis des Wohnungslüftungsgerätes: Das elektrische Wirkverhältniss gibt an, wieviel Wärme ein Gerät im Verhältnis zu der zu seinem Betrieb erforderlichen elektrischen Energieaufnahme bereitstellt. Elektrische Wirkverhältnisse von weit über 20 sind keine Seltenheit mehr. Dies bedeutet, dass pro 20 kWh bereitgestellter Wärme 1 kWh elektrische Energie verbraucht wird.

  • Leistungsziffer der Wärmepumpe: Die Leistungsziffer der Wärmepumpe entspricht dem Verhältnis der zurückgewonnenen Wärmeleistung zur benötigten elektrischen Leistungsaufnahme des Verdichters.

     

>>>TZWL-Ansprechpartner: Dipl.-Ing. (FH) Taner Özbiyik

>>>TZWL-Ansprechpartner: Michael Köntopp